Bewertung und Verringerung des Schadenspotenzials festdisperser Fremdstoffe in mengenmäßig bedeutenden Agrarrohstoffen bei der Stetigförderung in Umschlagsanlagen und VerarbeitungsbetriebenFörderung des Forschungsprojektes: Bundesministerium für Wirtschaft und TechnologieProjektträger:![]() Projekt-Nr. 16 742 N Forschungsvereinigung:BVL Bundesvereinigung LogistikProjektlaufzeit: 01.10.2010 bis 30.09.2012AusgangssituationDie industrielle Verarbeitung von Agrarrohstoffen erfordert für deren kontinuierliche Bereitstellung den Einsatz von Umschlagsanlagen sowie die innerbetriebliche Förderung mit mechanischen bzw. pneumatischen Fördersystemen. Problematisch für einen störungsfreien und sicheren Betrieb von Stetigförderern können Fremdstoffe sein, die zu Schäden unterschiedlichen Ausmaßes führen können. Stillstandszeiten von Umschlagsanlagen und Produktionsbetrieben durch schadensbedingte Ausfälle von Fördereinrichtungen sind verbunden mit wirtschaftlichen Einbußen durch reduzierte Anlagenkapazitäten sowie Instandsetzungskosten.
So können Brand- und Explosionsereignisse schwerwiegende Folgen sowie einen Totalausfall der Anlage zur Folge haben. Insbesondere die sich derzeit stark verändernden Rohstoffmärkte sowie die zunehmende Globalisierung der Agrarwirtschaft stellen Umschlagbetriebe, die Produzenten von Futter- und Lebensmitteln sowie von Agrarkraftstoffen und die zuliefernden Maschinen- und Anlagenbauer vor Herausforderungen in der betriebssicheren Handhabung von Agrarrohstoffen. Wissenschaftlich-technische und wirtschaftliche ProblemstellungFremdstoffe, die in Agrarrohstoffen enthalten sein können, weisen äußerst unterschiedliche Eigenschaften auf und können organischen oder anorganischen Ursprungs sein. Der Anteil an Fremdstoffen kann maximal bis zu 12 Masse-% betragen. Art und Menge der Fremdanteile werden dabei überwiegend durch Anbau- und Erntebedingungen sowie Witterungseinflüsse bestimmt. Jedoch ist der Kenntnisstand zur stofflichen Charakteristik von Fremdstoffen in Agrarrohstoffen, zu deren Trennverhalten bzw. Trenneigenschaften sowie zu deren Schadensauswirkung bzw. zur Vermeidung von Schäden an Stetigförderern unbefriedigend und weist erheblichen Forschungsbedarf aus. Die Erweiterung des derzeitigen Kenntnisstandes ist für Betreiber von Umschlagsanlagen, von verarbeitenden Betrieben sowie dem relevanten Maschinen- und Anlagenbau von besonderem Interesse, um für den jeweiligen Anwendungsfall geeignete Maß-nahmen zum sicheren und wirtschaftlichen Betrieb von Fördereinrichtungen ableiten zu können bzw. einen Abgleich zwischen Kosten und Nutzen sowie zwischen Chancen und Risiken vorzunehmen. Die Bearbeitung der erläuterten Problemstellung ist aufgrund des übergreifenden Themengebietes nur von mehreren Forschungsinstituten zu erbringen. Mit der Zusammenarbeit des Forschungsinstitutes Futtermitteltechnik der IFF und dem Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik der TU München werden zur Bearbeitung des Forschungsvorhabens nötige Kompetenzen zusammengeführt. Ziel, Ergebnisse und LösungswegZiel des Forschungsprojektes ist die
Verlängerung von Standzeiten, die Reduzierung von
Betriebskosten sowie die Verbesserung der Betriebssicherheit von
mechanischen Förderelementen zum Umschlag und zur
innerbetrieblichen Förderung von Agrarrohstoffen.
Zur effizienten Umsetzung sind von Maßnahmen sind
wissenschaftlich basierte Kenntnisse von Schadensfällen beim
Umschlag von Agrarrohstoffen, die durch Fremdstoffe verursacht werden
sowie die Analyse und Bewertung, von stofflichen
Fremdstoffeigenschaften und Fremdstoffanteilen bezüglich des
Schadenspotenzials für mechanische Stetigförderer
erforderlich.
Der Lösungsweg zum Erreichen des Forschungsziels beinhaltet
experimentelle Untersuchungen zur Charakterisierung und Bewertung von
Fremdstoffen in Agrarrohstoffen in den beteiligten Forschungsstellen.
Projektbegleitender AusschussDer Projektbegleitende Ausschuss (PA) soll ein Steuerungs- und Beratungsgremium für die Forschungsstelle sein, das die Belange der Praxis, insbesondere die der KMU, von der Planung und Bearbeitung eines Vorhabens bis zur Darstellung der Ergebnisse immer wieder in den Mittelpunkt stellt. Im Ausschuss sind u.a. vertreten:
Beteiligte Forschungsstellen![]() Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik Technische Universität München
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